[Rezension] ”Fuck Cancer – Denn meine Wut macht mich stark gegen den Krebs” von Myriam von M. und Sascha Hoffmann

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Verlag: Eden Books

Originaltitel: Fuck Cancer

Erscheinungsdatum: 14. November 2016

Seiten: 228

Preis: 14,95 €

Wenn ich es von dieser Seite aus betrachte, kann ich mich durchaus mit dem Gedanken anfreunden, dass Gott, oder welche höhere Macht auch immer, sich für besonderes großes Leid exakt die Menschen aussucht, die besonders viel Kraft besitzen, um dieses auch durchzustehen und im Idealfall vielleicht sogar daran wachsen.
Seite 53

Inhalt:
Myriams Leben war schon immer von Schicksalsschlägen geprägt – doch der folgenschwerste ereilt die junge Frau mit 25 Jahren: Krebs. Myriam lässt schmerzhafte Prozeduren über sich ergehen. Doch sie kämpft weiter für ihr Leben, findet eine neue Liebe und wird zur Botschafterin im Dienste der Aufklärung über Krebs. Mit ihren radikalen Projekten, in denen sie beispielsweise Frauen mit ihren OP-Narben ablichtet, begeistert sie Betroffene und Nicht-Betroffene gleichermaßen. Nun erzählt die unermüdliche Kämpferin auch in ihrem Buch von ihren Erfahrungen und was sie antreibt, sich jeden Tag dem Leben neu zu stellen.

Meinung:
Der Schreibstil von Myriam ist einfach wundervoll, denn man merkt sofort, dass sie ihre eigenen Worte benutzt hat. Da ich sie ja nun seit einiger Zeit auf Facebook verfolge, kenne ich ja auch ihre Beiträge.

Im Grunde genommen beginnt das Buch schon sehr krass. Sascha Hoffmann erläutert in kurzen Worten worum es in dem Buch geht und dann beginnt auch schon Myriams Erzählung. Und die hat es sofort in sich, denn schnell, wenn nicht sofort, wird klar, wie schwer Myriams Kindheit eigentlich war. Gut, mit der Zeit hat man schon mehr erfahren, aber der Anfang war schon echt hart.

Und dann bekam Myriam ihre erste Diagnose in Sachen Krebs und man spürt quasi die Emotionen, wie es ihr dabei ging. Und auch die Zeit danach hat sie richtig krass beschrieben. Mit ihrer Borderline Störung, ihren Depressionen, Gefühlen, Taten… in das alles konnte man sich hineinversetzen. Gerade mit den Depressionen konnte ich mich gut auseinander setzen, denn ich kenne das ja aus eigener Erfahrung.

Myriam erzählt in diesem Buch auch, wie die Mitmenschen mit ihrer Diagnose umgehen und sie erfährt, wer die wahren Menschen in ihrem Leben sind, auf welche Menschen sie sich immer verlassen kann.
Herbe Schicksalsschläge musste sie hinnehmen und Rückschläge in der Diagnose Krebs. Zudem ist sie immer an Partner herangekommen, die sie sofort hängen lassen haben, wenn es mal ernst wurde.
Aber auch kleine Wunder durfte sie erleben, Wunder die sie stark gemacht haben und auch wie sie letztendlich den Lebensmut wieder gefunden hat.

Gerade finde ich es auch absolut mutig, die Gefühle so herauszulassen, in der Öffentlichkeit. Denn Neider und Hater gibt es immer, für die sowas vielleicht ein gefundenes Fressen ist, jemanden fertig zu machen.
Doch all das ist Myriam egal, denn für sie zählt nur noch eines: Ihre Familie und anderen Leuten mit der Diagnose zu helfen, ihnen Mut zu machen.

Fazit:
Myriam konnte mich mit ihrer Biografie sehr überzeugen. Seit langem verfolge ich sie auf Facebook und habe einen großen Respekt vor dieser Frau. Ich bewundere sie für das, was sie alles tut. Und jetzt, wo ich das Buch auch gelesen habe, bewundere ich sie noch viel mehr.

5_buecherlies

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