[Rezension] ”So fühlt sich Leben an” von Hagen Stoll

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Der Schreibstil ist nicht zu bemängeln, das tolle ist, dass er die persönliche Note von Hagen enthält und so konnte ich mir bildlich vorstellen, wie er vor mir sitzt und die Geschichten von damals erzählt. Dass zwischendurch der Berliner Dialekt ausgeschrieben wurde ist also eine tolle Idee gewesen.

Verlag: Heyne Verlag

Originaltitel: So fühlt sich Leben an

Erscheinungsdatum: 11. Februar 2013

Seiten: 320

Preis: 12,99 €

Nichts erzwingen wollen. Nicht alles im Griff haben wollen. Hast du sowieso nicht. Wenn du aus dem Haus gehst und denkst: Heute wird der beste Tag deines Lebens, kannst du fast sicher sein, dass es ein beschissener Tag wird. Trittst du aber mit dem Gefühl vor die Tür, aus diesem Tag kann nichts werden, läuft auf einmal alles bombastisch. Mit anderen Worten: Hast du dir erst einmal angewöhnt über deine eigene Unvollkommenheit zu lächeln, kannst du dich nicht mehr lächerlich machen.

Seite 207

Inhalt:
Hagen Stoll, Jahrgang 1975, wächst im Ostberliner Stadtteil Marzahn auf. Nach einer Lehre auf dem Bau und Gelegenheitsjobs als Türsteher, Eisverkäufer und Putzfachkraft beginnt er sich Mitte der 1990er Jahre für die aufkeimende deutsche Rap-Szene zu interessieren. Er arbeitet als Produzent, unter anderem von Sido und wird als Joe Rilla zum Sprachrohr der ostdeutschen Jugendkultur und der „Platten“. 2009 gründet er mit seinem Jugendfreund Sven Gillert die Gruppe Haudegen und konzentriert sich von nun an auf Rockmusik in bester Liedermacher-Tradition.

Meinung:
Die Rezension zu diesem Buch wird eventuell etwas anders ausfallen als alle anderen. Dies ist meine erste Biografie, die ich gelesen habe und da hier die Fantasie nicht ganz eine Rolle spielt, sind die Kriterien auch anders.

Alles vorweg bin ich ein riesiger Haudegen Fan und mit dem Buch wollte ich warten, bis dann letztendlich das zweite Buch erscheint. Gesagt getan.

Das Buch beginnt damit, dass unser lieber Hagen von seinem Wohnort erzählt, wo er gewohnt hat, wie er aufgewachsen ist. Die längste Zeit seiner Kindheit und Jugend hat er in Marzahn verbracht, wo er viele gute Augenblicke und weniger gute Augenblicke erleben durfte.

In Marzahn hat er seine erste große Liebe kennengelernt, seine Gangster Karriere gestartet und natürlich seinen ganzen Freundeskreis aufgebaut. Ebenso hat er in Marzahn das erste Mal Prügel bezogen, 1989 den Mauerfall miterlebt und viele weitere Dinge.

Man erlebt einen Hagen der offener nicht sein könnte. Einen zielstrebigen Hagen, der stolz auf die Dinge ist, die er erreicht hat, auf Dinge weniger stolz ist, die passiert sind und auch einen Hagen, der seine Träume hat und an ihnen festhält und immer versucht, sie so gut wie möglich zu erreichen und dazu war ihm kein Job zu schade – ob auf illegalem oder legalem Weg.

Der Schreibstil ist nicht zu bemängeln, das tolle ist, dass er die persönliche Note von Hagen enthält und so konnte ich mir bildlich vorstellen, wie er vor mir sitzt und die Geschichten von damals erzählt. Dass zwischendurch der Berliner Dialekt ausgeschrieben wurde ist also eine tolle Idee gewesen.

Ich habe nur eine einzige Sache zu bemängeln – dass ich zwischen den Jahreszeiten ziemlich oft durcheinander gekommen bin, nicht immer war klar, welches Alter er hat und die Sprünge waren einfach unübersichtlich.

Fazit:
Mit „So fühlt sich Leben an“ wird die wundervolle, spannende und gefühlvolle Geschichte von Hagen Stoll erzählt. Jeder Haudegenfan sollte sie lesen, denn man erfährt so viel über Hagen und auch schon ein bisschen über Sven. Wer dieses Buch kennt, wird einige Texte der Jungs noch besser verstehen.

 

4_buecherlies

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