[Rezension] ”Du. Wirst. Vergessen” – Suzanne Young

duMan wird sofort in die Handlung hinein geworfen und lange dauert es nicht, bis die erste Person brutal ins ”Programm” geholt wird. Das hat mich schon ziemlich schockiert, denn es ist wirklich krass wie das passiert und oft auch gegen den Willen.

Erschreckend ist auch, dass man weiß, dass die Jugendlichen, die dahin kommen, keine Erinnerung mehr an ihr früheres Leben haben.

”Das Programm” wurde durch die Selbstmordepidemie eingeführt.

Verlag: Blanvalet

Originaltitel: The Program

Erscheinungsdatum: 19. August 2014

Seiten: 445

Preis: 14,00 €

Ich sterbe, alles in mir zerreißt, blutet. Ich bin schon so weit fortgegangen, dass ich nicht sicher bin, ob ich je wieder zurückkehren kann.

Seite 108

Inhalt:
Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen …

Meinung:

Der Schreibstil von Suzanne Young ist einfach großartig. Er ist jetzt nicht so, dass er super spannend geschrieben ist, dennoch kann er mich mitreißen.
Das ganze Buch ist aus der Sicht von Sloane geschrieben.

Sloane hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie hat es echt nicht leicht, aber dennoch versucht sie stark zu bleiben, auch wenn ihr das manchmal nicht leichtfällt. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte zeigt sie noch mehr Stärke, vor allem dann, wenn sie versucht die Erinnerung an sich selbst und James nicht zu verlieren.

James hat mir einfach gut gefallen. Er ist einfach liebenswürdig und hilfsbereit und süß und aufopfernd, einfach perfekt. Wie alle anderen hat er es nicht leicht und dann passiert etwas, was ihn vollends aus der Bahn wirft, dass er sich gehen lässt und schließlich im ”Programm” landet.

Was ich von Realm halten soll, weiß ich auch nach Ende des Buches nicht. Aber Roger und Dr. Warren kann ich so gar nicht leiden!
Außerdem kann ich mich mit Sloanes Mutter nicht anfreunden, weshalb, das muss man schon selber herausfinden.

Erstmal muss ich vorweg sagen, dass dieses Buch in allgemeiner Sicht einfach der Wahnsinn ist. Ich finde es wirklich genial geschrieben und die Thematik ist mal anders. Aber dennoch hat mich das Buch aus persönlichen Gründen ziemlich runter gezogen, da ich selber Erfahrung mit Selbstmordopfern habe…

Man wird sofort in die Handlung hinein geworfen und lange dauert es nicht, bis die erste Person brutal ins ”Programm” geholt wird. Das hat mich schon ziemlich schockiert, denn es ist wirklich krass wie das passiert und oft auch gegen den Willen.
Erschreckend ist auch, dass man weiß, dass die Jugendlichen, die dahin kommen, keine Erinnerung mehr an ihr früheres Leben haben.

”Das Programm” wurde durch die Selbstmordepidemie eingeführt. Das heißt, alle Jugendlichen die ‘infiziert’, bzw. gefährdet sind oder einen Selbstmordversuch hinter sich haben, werden von Männern in weißen Jacken in die Klinik gebracht. Klingt ja ganz gut, aber die pfuschen am Erinnerungsvermögen rum.
Perfekten Einblick in dieses System bekommt man, als Sloane in so einer Klinik landet.
Und die Situation, alles was da abgeht, wirkt kein bisschen aufgesetzt, sondern ziemlich realistisch und das finde ich ziemlich einschüchternd.

Obwohl das obengenannte ziemlich präsent ist, muss ich doch sagen, dass dieses Buch in erster Linie eine tragische und wunderschöne Liebesgeschichte ist.
Sloane und James sind ein tolles Paar, in das man sich nur verlieben kann. Auch wenn sie sich später quasi nicht mehr aneinander erinnern können, können sie es doch irgendwie noch.
Das klingt in erster Linie ziemlich kitschig, aber wenn man es selber liest, ist es alles andere als das.

Zu diesem Buch soll es noch eine Fortsetzung geben, auf die ich mich schon sehr freue, denn so komme ich nochmal in den Genuss von diesem tollen Schreibstil. Allerdings wäre ein zweiter Teil gar nicht so notwendig, da dieses Buch eigentlich auch soweit abgeschlossen ist.

Fazit:
”Du. Wirst. Vergessen” von Suzanne Young ist für mich ein echtes Überraschungsbuch. Die Geschichte ist erschreckend realistisch und die Liebesgeschichte zwischen James und Sloane ist einfach herzzerreißend perfekt.

 

5_buecherlies

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