[Rezension] ”Verlieb dich nie in einen Vargas” – Sarah Ockler

20131105_184738Wenn man sich den Klappentext von ”Verlieb dich nie in einen Vargas” durchliest, denkt man hauptsächlich an eine Liebesgeschichte a la Simone Elkeles ist. Aber das ist es gar nicht, es ist viel mehr als das!

Die Liebesgeschichte zwischen Jude und Emilio ist an sich einfach schön. Ich finde sie anders und total realistisch, einfach wunderschön. Emilio schreckt vor nichts zurück und unterstützt Jude wo er kann und tut alles für sie.
Ich finde die beiden einfach so ehrlich, so emotional und so süß zusammen.

In diesem Buch geht es auch um die Familie und diesen Zusammenhalt, zeigt, wie wichtig Familie ist.

Verlag: cbt

Originaltitel: The book of broken hearts

Erscheinungsdatum: 26. August 2013

Seiten: 416

Preis: 16,99 €

Ich erschauerte, als seine Zunge über meine Unterlippe fuhr und in meinen Mund glitt, woraufhin alles in mir entflammte. Ich zog ihn auf mich, während wir uns gegen den Felsen zurücksinken ließen, und die Knochen in meinen Körper schmolzen, bis nichts blieb als Herz und Seele und vielleicht, ganz tief unter den Schatten vergraben, ein wenig Hoffnung, dass am Ende doch noch alles gut werden würde.

Seite 285

Inhalt:
Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?

Meinung:
Der Schreibstil von Sarah Ockler hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt super flüssig und hält den Schreibstil einfach und jugendlich.
Das Buch ist komplett aus der Sicht von Jude geschrieben und so kann man sich wunderbar in ihre Gedankenwelt einfügen.

Das Buch besitzt toll ausgearbeitete Charaktere.

Allen voran ist natürlich Jude. Jude ist die jüngste von vier Geschwistern und hat gerade ihren High School Abschluss gemacht. Ab Herbst will sie aufs College gehen und verbringt den Sommer mit ihrem kranken Vater und kümmert sich um ihn, da ihre drei Schwestern weit weg wohnen und ihre Mutter arbeitet.
Ich bewundere Jude sehr. Die Krankheit ihres Vaters ist sehr schwerwiegend und verschlechtert sich, dennoch bleibt sie tapfer und stark! Sie tut alles für ihren Papi und will seine alte geliebte Harley restaurieren lassen.
Und der Mechatroniker ist kein anderer als Emilio Vargas, wie sie später herausfindet!

Emilio Vargas ist einfach toll. Am Anfang denkt man natürlich, dass er das totale Arschloch ist, was kein Wunder bei seinen Brüdern ist. Aber als er auftaucht und ihn kennenlernt, weiß man, dass er das totale Gegenteil ist.
Emilio sieht nicht nur gut aus, sondern ist einfach total nett und hilfsbereit. Er steht zu Jude, egal wie komisch es in ihrer Familie auch ist. Er ist ihr ein wahrer Freund und hilft ihr, wo er nur kann.
Sein größter Traum ist es, eine Tour durch Amerika mit seiner Harley zu machen.
Aber auch Emilio hat ein Geheimnis. Eine Vergangenheit, die ihn geprägt und verletzlich gemacht hat. Als Mädchen kann man Emilio Vargas nur lieben.

Besonders gefallen haben mir dann noch Emilios Mutter, auch wenn sie nur eine ganz kleine Rolle im Buch hat. Und dann noch Judes Vater. Ihn kann man nur mögen, denn er ist sehr herzlich.

Mit Judes Schwestern, besonders Mari, konnte ich mich leider nicht so anfreunden. Vielleicht liegt das daran, dass alle drei bestimmt haben und noch bestimmen wollen, wie Jude ihr leben lebt.

Wenn man sich den Klappentext von ”Verlieb dich nie in einen Vargas” durchliest, denkt man hauptsächlich an eine Liebesgeschichte a la Simone Elkeles ist. Aber das ist es gar nicht, es ist viel mehr als das!

Das Buch beginnt damit, dass Jude mit ihrem Vater in einer Werkstatt ist und einen Mechatroniker für die Harley Davidson ihres Vaters zu finden. Nachdem der Deal ausgehandelt und unterschrieben ist, wird Jude klar, dass sie quasi Emilio Vargas angagiert haben. Emilio ist ein Vargas und gegen einen Vargas wurde sie geprägt und hat einen Blutschwur abgelegt, der besagt, dass sie sich niemals auf einen Vargas einlassen wird.
Und somit beginnt die Geschichte der beiden.

Das Buch hat durch die Krankheit von Judes Vater einen traurigen Touch und dieser hält auch bis zum schluss, da diese Krankheit sehr präsent ist und zum Verlauf der Geschichte dazugehört.
Ihr Vater ist frühzeitig an Alzheimer erkrankt und diese Diagnose ist ein harter Schicksalsschlag für die ganze Familie. Es gibt Tage, an denen ihr Vater normal und klar denken kann und immer häufiger gibt es Tage, an denen er total desorientiert und verwirrt ist. Als Leser bekommt man mit, wie die Krankheit sich verschlechtert und ich muss gestehen, dass mir sogar gegen Ende ein paar Tränchen gekommen sind und ich richtig Gänsehaut hatte, so sehr hat mich das mitgenommen.

Die Liebesgeschichte zwischen Jude und Emilio ist an sich einfach schön. Ich finde sie anders und total realistisch, einfach wunderschön. Emilio schreckt vor nichts zurück und unterstützt Jude wo er kann und tut alles für sie.
Ich finde die beiden einfach so ehrlich, so emotional und so süß zusammen.

Fazit:
”Verlieb dich nie in einen Vargas” von Sarah Ockler hat mich positiv überrascht. Wo offensichtlich eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen hinter steckt, steckt doch einfach viel mehr hinter. In diesem Buch geht es auch um die Familie und diesen Zusammenhalt, zeigt, wie wichtig Familie ist.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, denn mich hat es berührt.

 

5_buecherlies

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