[Rezension] ”Das Schicksal ist ein mieser Verräter” – John Green

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Die ersten Tränchen habe ich vergossen, als ich feststellen musste, was für eine Wendung dieses Buch in sich hatte. Ab da konnte ich sie mir einfach nicht zurück halten und die Tränen begleiteten mich in fortschreitener Handlung.

Das Ende ist, für so ein Buch, total perfekt und realistisch aufgebaut. Es hat mir gefallen und mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen.

Verlag: Hanser

Originaltitel: The fault in our stars

Erscheinungsdatum: 30. Juli 2012

Seiten: 288

Preis: 16,99 €

Er flirtete mit jeder Silbe. Und ehrlich gesagt fuhr ich voll darauf ab. Bis dahin hatte ich nicht gewusst, dass ich in der Lage war, auf Jungs abzufahren – jedenfalls nicht im richtigen Leben.

 

Inhalt:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Meinung:
Der Schreibstil von John Green ist einfach was besonderes. Schon von der ersten Seite an, habe ich mich in den lockeren, einfachen Schreibstil verliebt, der auch an den ernsteren Stellen realistisch ernster wurde.
Das ganze Buch ist komplett aus der Sicht von Hazel geschrieben.

Selten erlebe ich es, dass mir in einem Buch alle Charaktere so gut gefallen und mich allesamt verzaubert haben. Bei “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” ist das jedoch der Fall.

Hazel ist eine wundervolle Protagonistin. Sie hat Schilddrüsenkrebs mit Metastasen an der Lunge, dementsprechend fällt ihr das Atmen schwer, so dass sie eine Sauerstofflasche rund um die Uhr braucht. Hazel ist großartig und ich finde sie einfach so sympathisch und stark! Ich bewundere sie für ihre Stärke und dass sie versucht, mit dieser unheilbaren Krankheit zu leben.
Sie blüht richtig auf, als sie Augustus kennenlernt und so lernt sie auch ihre erste Liebe kennen.

Auch Augustus finde ich wunderbar. Auch er ist an Krebs erkrankt – Osteosarkom, oder auch Knochenkrebs. Durch diese Form von Krebs musste sein Bein amputiert werden und so läuft er mit einer Prothese rum. Bei dieser Form von Krebs besteht die Heilungschance bei 80% und er kämpft jeden Tag gegen diese anderen 20% und ich finde, das macht ihn schon zu einer starken Persönlichkeit.
Zu Hazel ist er einfach wunderbar und tut einfach alles für sie – er liebt sie so, wie sie ist, ganz egal, dass sie bald stirbt.

Wer mir noch total gefallen hat, ist Isaac. Isaac lernt man in der Selbsthilfegruppe kennen. Durch den Augenkrebs hat er sein Augenlicht verloren und an sich ist er einfach ein toller Kerl, der solche Freunde wie Hazel und Augustus an der Seite, verdient.

Lange habe ich mit dem Kauf des Buches gewartet, besser gesagt ein einhalb Jahre lang. Warum weiß ich allerdings nicht, denn ich habe mir seit der Erscheinung vorgenommen, dieses Buch zu kaufen und zu lesen.
Dann habe ich es endlich getan und jetzt bereue ich es, denn das ganze Jahr und die anderen sechs Monate über, habe ich ein wirklich wunderbares, berührendes Buch verpasst.

Man wird von Anfang an in die Krankheit und Gefühlswelt von Hazel reingezogen. Am Anfang des Buches ist sie ein krebskrankes Mädchen, das den ganzen Tag Bücher liest oder die Staffeln “America’s Next Topmodel” verfolgt. Außerdem geht sie gezwungenermaßen zu einer Selbsthilfegruppe, diese sie eigentlich total deprimierend findet.

An einem Tag in der Selbsthilfegruppe lernt sie Augustus kennen und auf anhieb verstehen sich die beiden gut und verbringen in den folgenen Tagen viel Zeit mit einander und so beginnt die süße Liebesgeschichte zwischen den beiden.
Ich finde sie einfach wundervoll zusammen.

Die ersten Tränchen habe ich vergossen, als ich feststellen musste, was für eine Wendung dieses Buch in sich hatte. Ab da konnte ich sie mir einfach nicht zurück halten und die Tränen begleiteten mich in fortschreitener Handlung.

Das Ende ist, für so ein Buch, total perfekt und realistisch aufgebaut. Es hat mir gefallen und mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen.

Fazit:
Mit “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” ist John Green ein berührendes Jugendbuch gelungen, das auch für Erwachsene eine Bereicherung wäre. Die Charaktere sind alle so stark und liebenswürdig. Dieses Buch ist absolut perfekt. Aber ein kleiner Tipp am Rande – man sollte sich Taschentücher bereit halten!!

 

5_buecherlies

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